Böller-Schock: Pferd stürzt in einen drei Meter tiefen Abgrund
- pferdewelten
- 4. Jan.
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Was in dieser Nacht kurz vor Silvester geschah, hätte tödlich enden können. Ein Pferd kämpft um sein Leben – und den Rettern läuft die Zeit davon!

Montagabend (29.12.2025) im Euskirchener Stadtteil Niederkastenholz: Plötzlich zerreißt ein Böller die Stille. Ein Geräusch, das viele ignorieren würden – doch für ein Pferd bedeutet es pure Panik. Sekunden später verschwindet das Tier im Dunkel eines Brunnenschachts. Drei Meter tief. Eiskaltes Wasser. Nur der Kopf ragt noch heraus.
Die Besitzerin beschreibt später, wie das Tier beim Knall zusammenzuckte, sich losriss und blindlings davonstürmte. Der Schacht, eigentlich abgedeckt, gab unter dem Gewicht nach. Ein dumpfer Aufprall. Dann Stille. Nur das hektische Schnauben aus der Tiefe verrät, dass noch Hoffnung besteht.
Ein Rettungseinsatz unter Hochdruck
Als Polizei und Feuerwehr eintreffen, bietet sich ihnen ein Bild, das selbst erfahrene Einsatzkräfte schlucken lässt. Das Pferd steht vollständig im Schacht, das Wasser reicht bis zum Hals. Jede Bewegung könnte fatal sein. Die Minuten ticken.
Sofort werden Tierärzte und Spezialkräfte der Feuerwehr Düren alarmiert. Die Luft riecht nach feuchter Erde und kaltem Metall, während die Retter ein spezielles Geschirr vorbereiten. Jeder Handgriff muss sitzen. Jeder Fehler könnte das Tier noch tiefer ins Wasser drücken.
Dann der entscheidende Moment: Mit einem Radlader wird das gesicherte Pferd langsam aus dem Schacht gehoben. Zentimeter für Zentimeter. Die Anwesenden halten den Atem an. Erst als die Hufe wieder festen Boden berühren, bricht die Spannung. Ein leises Wiehern – erschöpft, aber lebendig.
Ein Ende, das niemand erwartet hätte
Der Tierarzt untersucht das Pferd sofort. Trotz der dramatischen Stunden zeigt es nur leichte Verletzungen. Ein Wunder, sagen manche. Ein Glück im Unglück, sagen andere. Sicher ist: Das Tier wird vollständig genesen.
Doch der Vorfall wirft Fragen auf. Wie viele Tiere geraten jedes Jahr durch Böller in Gefahr? Wie knapp war es diesmal wirklich? Die Besitzerin streicht ihrem Pferd über den Hals. Ihre Hände zittern noch. „Es hätte ganz anders ausgehen können“, sagt sie.
Am Ende bleibt ein Gefühl, das stärker ist als der Schock: Dankbarkeit. Und die Erkenntnis, wie schnell ein einziger Knall ein Leben verändern kann.






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