top of page

Revolution im Springsport? Dieser Hengst springt barhuf zum Sieg!

Ein kühner Schritt, der sich auszahlt: Dominik Juffinger und sein „Diachacco“ mischen die Springreiter-Szene auf – ohne Eisen!

Dominik Juffinger und Hengst Diachacco
(Quelle: @bertilleprod / dominik_juffinger und hardtwood_stables – Instagram)

Dominik Juffinger hat es gewagt: Sein Top-Pferd Diachacco tritt seit Kurzem ohne vordere Eisen an – und die Ergebnisse sprechen für sich! Beim prestigeträchtigen Saut Hermès in Paris holte das Duo gleich drei Podestplätze in der U25-Tour, inklusive des Grand-Prix-Siegs.


Ein Erfolg, der viele ins Staunen versetzt und eine hitzige Diskussion entfacht: Kann Barhuf den Springsport revolutionieren?


Ein gewagtes Experiment – mit erstaunlichen Folgen


Diachacco, ein 13-jähriger Oldenburger Hengst aus der Schockemöhle-Zucht, zeigte bereits beachtliche Leistungen – doch Juffinger spürte, dass noch mehr möglich war. Monatelang tüftelte er mit Experten an der optimalen Huflösung. Schließlich fiel die Entscheidung: Die vorderen Eisen mussten weg.


„Wir haben alles überdacht und dann komplett umgestellt. Jetzt läuft Diachacco vorne barhuf“, erklärt Juffinger. Eine mutige Entscheidung, denn der Hengst war seit seinem vierten Lebensjahr beschlagen. Die Umstellung erfolgte schrittweise, unter genauer Beobachtung von Tierärzten und Hufschmieden.


Barhuf – ein neuer Trend im Spitzensport?


Barhuf im Springreiten ist kein völliges Neuland. Spätestens seit den Olympischen Spielen 2021, bei denen die schwedische Equipe mit barhuf laufenden Pferden Team-Gold holte, ist das Thema im Profi-Sport angekommen. Doch es bleibt umstritten.


Während einige Top-Reiter wie Julien Epaillard und Richard Vogel darauf schwören, sind andere skeptisch. Juffinger betont:


„Das war keine Mode-Entscheidung, sondern eine individuelle Anpassung für Diachacco.“

Der erste Test: Ein voller Erfolg!


Mitte Januar war es so weit: Die vorderen Eisen wurden entfernt. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase startete das Duo in Paris – und das mit durchschlagendem Erfolg. Drei Podestplätze, ein Grand-Prix-Sieg und beeindruckende Runden zeigten, dass Diachacco nicht nur klarkommt, sondern förmlich aufblüht.


„Er ist viel agiler, schneller und leichter im Ablauf“, freut sich Juffinger. Besonders auffällig: Der Hengst war in zwei Prüfungen der Schnellste, ein Beweis für seine gesteigerte Dynamik und Beweglichkeit.


Nicht für jedes Pferd geeignet


Trotz des Erfolgs warnt Juffinger davor, Barhuf als Allheilmittel zu sehen. „Jedes Pferd ist anders. Bei Diachacco funktioniert es super, aber ich würde das nicht einfach auf alle übertragen.“ Aktuell sei er der einzige in seinem Stall, der barhuf läuft.


Eines steht jedoch fest: Die Diskussion ist eröffnet. Wird Barhuf der nächste große Gamechanger im Springsport? Oder bleibt es eine Einzelfallentscheidung? Fakt ist: Diachacco hat bewiesen, dass es funktionieren kann – und das auf höchstem Niveau.


Kommentare


  • Facebook
  • Instagram
  • Whatsapp

© 2024 PferdeWelten.net. Erstellt mit Wix.com

bottom of page