Revolution im Reitsport? Was ab 1. Januar 2026 alles anders wird
- pferdewelten
- 4. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Es wird als Entscheidung gefeiert, die Tausenden den Traum vom eigenen Pferd näherbringt. Doch was steckt wirklich hinter der großen Neuerung?

Es war eine stille Reform, die alles verändern könnte. Denn wenig beachtet von der Öffentlichkeit arbeiteten die Verantwortlichen der FN an einer Neuerung, die den Zugang zu einer ganzen Welt öffnen soll. So zumindest der Plan.
Die Ausbildungs- und Prüfungsordnung – das mächtige Regelwerk, das über Karrieren und Träume im deutschen Pferdesport entscheidet – erhält ab dem 1. Januar 2026 ein komplett neues Gesicht.
Der Durchbruch für Einsteiger?
Im Zentrum steht eine bahnbrechende Qualifikation: der Trainer C – Einstieg in den Pferdesport. Was nach bürokratischem Papierkram klingt, ist in Wahrheit eine kleine Revolution. So wird es zumindest kommuniziert.
Jahrelang war es frustrierend. Trainerassistenten standen an der Seitenlinie, fachkundig und motiviert – doch ohne Trainer durften sie nicht eigenverantwortlich arbeiten. Anfänger suchten nach niedrigschwelligen Angeboten, fanden aber nur spezialisierte Disziplinen: Dressur, Springen, Vielseitigkeit. Wer einfach nur den ersten Kontakt zum Pferd suchte, stand oft vor verschlossenen Türen.
Jetzt soll die Wende kommen. Die neue Qualifikation durchbricht erstmals die starren Disziplingrenzen. Dressursattel oder Springsattel? Egal. Der Trainer C führt disziplinübergreifend an das Wesen Pferd heran – natürlich, ganzheitlich, zugänglich.
Was die Trainer können müssen
Die Anforderungen sind klar definiert: mindestens 16 Jahre alt, Vereinsmitglied, das Longierabzeichen Stufe 4 plus ein weiteres Pferdesportabzeichen ab Stufe 5 oder der Pferdeführerschein Reiten. Hinzu kommen ein Erste-Hilfe-Kurs, ein polizeiliches Führungszeugnis und ein verpflichtender Vorbereitungslehrgang.
Im Lehrgang selbst wird es intensiv: Reit- und Longierlehre treffen auf Veterinärmedizin und Haltungsfragen. Unterrichtserteilung und Sportwissenschaft runden das Programm ab. Die Prüfung fordert praktisches Longieren, echte Unterrichtsproben – und natürlich die Theorie.
Das Ergebnis? Mehr qualifizierte Trainer. Mehr Zugangswege. Mehr Menschen, die ihren Traum vom Pferd verwirklichen können. Ab Januar wird - hoffentlich - Geschichte geschrieben.






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