Dieser Pferdename löst einen Skandal aus – die Erklärung des Besitzers macht Kritiker stutzig
Ein zweijähriger Vollblüter gewinnt sein erstes Rennen in den USA. Doch danach steht nicht seine Leistung im Mittelpunkt, sondern sein höchst umstrittener Name.

Eigentlich hätte es der perfekte Auftakt einer Rennkarriere sein können: Der zweijährige Hengst „Austrian Painter“ gewann am Montag sein Debütrennen auf der Rennbahn Horseshoe Indianapolis im US-Bundesstaat Indiana.
Doch kurz darauf ging es kaum noch um seinen sportlichen Erfolg. Stattdessen geriet der Name des Schimmels in den Fokus. „Austrian Painter“, zu Deutsch „österreichischer Maler“, wird in rechtsextremen Kreisen als Umschreibung für Adolf Hitler verwendet...
Sieg beim ersten Start – doch der Name überschattet alles
Pferdesport-Journalist Ed DeRosa kritisierte auf X nicht nur die Zulassung des Namens. Er verwies außerdem darauf, dass der Hengst ausgerechnet an Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, gewonnen hatte.
Beschwerde führt zur Überprüfung
Nach dem Rennen wurde eine formelle Beschwerde gegen den Namen eingereicht. Der zuständige Registrar des Jockey Clubs überprüfte den Fall und erklärte „Austrian Painter“ schließlich nach den geltenden Namensregeln für unzulässig.
Diese verbieten unter anderem Bezeichnungen, die als beleidigend oder anstößig gelten können. Auch politische Positionierungen können demnach ausgeschlossen werden.
Besitzer Scott Herbertson bestreitet allerdings, mit dem Namen auf Hitler angespielt zu haben. Gegenüber „Horse Racing Nation“ erklärte er, eigentlich den österreichischen Maler Gustav Klimt gemeint zu haben – den Lieblingskünstler seiner Frau.
Zwei weitere Namensideen sorgen für Fragen
Für zusätzliche Kritik sorgte allerdings die Liste weiterer Namen, die Herbertson zuvor für das Pferd vorgeschlagen haben soll.
Darunter befanden sich laut den vorliegenden Angaben auch „My Struggle“ – die englische Übersetzung von Hitlers Buchtitel „Mein Kampf“ – sowie „Braunau Star“. Adolf Hitler wurde im österreichischen Braunau am Inn geboren. Die Erklärung mit Gustav Klimt stieß deshalb bei Kritikern auf Zweifel.
Aus „Austrian Painter“ wird „Merrylegs“
Der Hengst trägt inzwischen einen neuen Namen: „Merrylegs“. Diesen habe Herbertsons Tochter ausgesucht. Die Vorlage stammt aus Anna Sewells berühmtem Pferderoman „Black Beauty“. Dort heißt ein graues Pony Merrylegs.
Zumindest optisch passt der neue Name also: Auch das ehemalige „Austrian Painter“-Pferd ist ein Schimmel.




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