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Ärzte konnten Milos Augen nicht retten – heute verblüfft das blinde Pferd die Reitsportwelt

Milo ist vollständig blind. Trotzdem startet der Appaloosa weiter auf Turnieren – und lässt dort sogar sehende Konkurrenten hinter sich.


Blindes Turnierpferd Milo unter seiner Reiterin
Trotz seiner Blindheit ist Milo ein erfolgreiches Turnierpferd (Anita Maric / Dailymail.com)

Worcestershire (England) – Wenn Milo den Turnierplatz betritt, sieht er weder die Bande noch andere Pferde oder die Menschen am Rand. Der 15-jährige Appaloosa-Wallach ist vollständig blind. Trotzdem tritt er weiter bei Wettbewerben an – mit erstaunlichem Erfolg.


Eine Augenkrankheit verändert plötzlich alles


Eigentlich heißt Milo „Desired Edition“. Seit seinem dritten Lebensjahr gehört er Megan Share, die den Wallach trainiert und mit ihm zahlreiche Erfolge feiern konnte. Mehrfach gewann das Paar Wettbewerbe seiner Klasse bei der renommierten Royal Windsor Horse Show.


Doch 2023 änderte sich alles. Milo erkrankte schwer an Uveitis, einer Entzündung im Inneren des Auges. Zwei Operationen konnten sein Sehvermögen nicht retten. Der Wallach erblindete vollständig. Für viele Pferde wäre damit die Turnierkarriere beendet gewesen. Für Milo offenbar nicht.


Seine Hufe werden zu seinen „Augen“


Megan musste völlig neu lernen, mit ihrem Pferd zu kommunizieren. Heute führt sie Milo unter anderem durch ihre Stimme, Gewichtsverlagerungen sowie besonders feine Zügel- und Schenkelhilfen.


Doch der Wallach selbst entwickelte ebenfalls bemerkenswerte Strategien. Nach Angaben seiner Besitzerin nutzt er Gehör und Tastsinn, um sich zu orientieren. Selbst Veränderungen des Untergrunds nimmt er über seine Hufe wahr. Megan beschreibt das sinngemäß als eine Art „Braille für Pferde“. (Braille = Blindenschrift)


Kopf eines blinden Appaloosas
Milo verlor sein Augenlicht durch eine Uveitis (Anita Maric / Dailymail.com)

Milo kämpft sich zurück aufs Turnier


Im vergangenen Jahr folgte schließlich das Comeback. Und Milo bewies, dass er sportlich noch lange nicht abgeschrieben ist.


Der blinde Wallach gewann erneut mehrere Wettbewerbe und qualifizierte sich sogar wieder für die Royal Windsor Horse Show – eines der traditionsreichsten Reitturniere Großbritanniens.


Dann gelingt ihm die nächste Sensation


Dort trat Milo gegen sehende Pferde an und erreichte in seiner Klasse tatsächlich Platz sechs.

Damit zeigt der Appaloosa eindrucksvoll, wie stark Vertrauen zwischen Pferd und Reiter werden kann. Für Megan steht fest: Milo braucht keine Augen, um zu wissen, wohin er gehört – solange sie ihm den Weg zeigt.



Milos’ Weg vom blinden Pferd zum Turnierstar ist ein starkes Beispiel dafür, wie Entschlossenheit und Liebe zum Tier Grenzen sprengen können. Wer sich auf die Bedürfnisse seines Pferdes einstellt und neue Wege geht, kann auch scheinbar Unmögliches erreichen. Milos lädt dazu ein, den Blick auf das Potenzial zu richten, nicht auf die Einschränkungen. Wer weiß, welche Erfolge noch folgen werden?


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