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Pferd stirbt nach neurologischen Störungen: Neues Virus breitet sich in Deutschland aus!

Ein bislang vor allem bei Rindern nachgewiesenes Virus ist nun auch bei einem Pferd entdeckt worden. Der Fall aus Rheinland-Pfalz lässt Fachleute genauer hinschauen.


Pferd tot durch Shamonda-Virus (KI/ChatGPT - Symbolbild)
Pferd tot durch Shamonda-Virus (KI/ChatGPT - Symbolbild)

Das neu eingeschleppte Shamonda-Virus (SHAV) breitet sich offenbar weiter unter Tieren in Deutschland aus. Nachdem der Erreger bereits bei Rindern in mehreren Bundesländern gefunden worden war, hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) jetzt erstmals auch eine Infektion bei einem Pferd aus Rheinland-Pfalz bestätigt.


Besonders beunruhigend: Das Tier zeigte vor seinem Tod deutliche Störungen des zentralen Nervensystems.


Auch ein Alpaka aus Hessen wurde positiv getestet. Darüber hinaus konnte das Virus in Proben von Schafen und Ziegen aus Baden-Württemberg nachgewiesen werden.


Hohe Viruslast im Gehirn des Pferdes


Der Fall des Pferdes dürfte vor allem Pferdehalter aufhorchen lassen. Vor seinem Tod zeigte das Tier zentralnervöse Störungen. Bei der anschließenden Untersuchung wurde in einer Gehirnprobe eine hohe Viruslast festgestellt.


Nach Einschätzung des FLI macht dies einen Zusammenhang zwischen der Infektion und den beobachteten neurologischen Symptomen wahrscheinlich. Ob das Shamonda-Virus tatsächlich die Todesursache war, ist damit allerdings noch nicht abschließend bewiesen.


Der Befund ist dennoch bemerkenswert. Denn vom eng verwandten Schmallenberg-Virus sind solche neurologischen Störungen nicht bekannt. Bei einem anderen verwandten Erreger, dem Shuni-Virus, wurden dagegen bereits neurologische Erkrankungen bei Pferden und Rindern beobachtet.


Virus wird durch Gnitzen übertragen


SHAV gehört zu den sogenannten Orthobunyaviren und wird durch Gnitzen, also winzige blutsaugende Insekten, übertragen. Zur gleichen Virusgruppe gehören unter anderem das Schmallenberg- und das Akabane-Virus.


Erst Anfang August hatte das FLI über erste Nachweise des neu eingeschleppten Virus bei Rindern in Deutschland berichtet. Inzwischen wurden infizierte Rinder in Baden-Württemberg, Hessen, Bayern, dem Saarland und Sachsen festgestellt.


Wie weit sich SHAV mittlerweile tatsächlich ausgebreitet hat, lässt sich derzeit kaum feststellen. Für Infektionen besteht keine bundesweite Meldepflicht, weshalb dem FLI keine vollständigen Fallzahlen vorliegen.


Forscher haben noch viele offene Fragen


Auch die Bedeutung des Virus speziell für Pferde ist bislang weitgehend ungeklärt. Weitere Untersuchungen und genetische Analysen positiver Proben sollen nun zeigen, wie der Erreger genau einzuordnen ist.


Für Menschen gibt es zumindest eine beruhigende Nachricht: Bislang existiert kein Nachweis dafür, dass das Shamonda-Virus beim Menschen eine klinische Erkrankung auslöst.

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